(Seefeld, März 2013) Das neue SympathieMagazin, eine überarbeitete Neuauflage des Ländermagazins "China verstehen", ist erschienen.
Die Klimawirkungen des Tourismus stehen angesichts der derzeitigen heißen Debatten um die zunehmende Erderwärmung im Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch sie werden in dem neuen Buch „Tourismus und Ökologie“ nicht ausgespart, doch Autor Hansruedi Müller, Leiter des Forschungsinstituts für Freizeit und Tourismus (FIF) in Bern, lenkt den Blick auf das breite Spektrum an „Krisenherden“ in den Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt, und die Wechselwirkungen zwischen Tourismus und Umwelt.
Der Energieverbrauch im Tourismus und die Abfallproblematik werden als „ökologische Schlüsselfaktoren“ bearbeitet. Schließlich werden Handlungsfelder abgesteckt, zum Beispiel für Tourismusunternehmen, die mit den verschiedenen vorgestellten Umweltmanagementsystemen gute Ansatzmöglichkeiten haben, eine ökologische Betriebsführung in die Praxis umzusetzen. Das Kapitel „Politik“ trägt dem Querschnittscharakter von Umwelt- wie auch Tourismuspolitik Rechnung und umfasst Bereiche wie die Raumplanung, Verkehrs- und Energiepolitik, aber auch Instrumente wie die Umweltverträglichkeitsprüfung mit ihren Vor- und Nachteilen.
Das Kapitel „Grundsätze einer zukunftsfähigen Tourismus-Entwicklung“ erscheint etwas lückenhaft. Das Arbeitsprogramm der UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD) von 1999, eines der wichtigsten Dokumente im Rio-Folgeprozess, wurde ganz ausgespart, lediglich der Auftrag an die CSD aus dem Jahr 1997 ist dokumentiert. Der „Global Code of Ethics“ der UNWTO wird ausführlich dargestellt, während die für ein Buch zum Thema Ökologie deutlich wichtigeren Informationen zum Übereinkommen über biologische Vielfalt (CBD) fehlen.
Tourismus und Ökologie, Wechselwirkungen und Handlungsfelder. Von Hansruedi Müller, 3. Auflage, Oldenbourg Verlag, München 2007, ISBN 978-3-486-58336-6, 245 Seiten
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(1.798 Anschläge, 24 Zeilen, Dezember 2007)